Ziel > der Mensch in Bewegung


Richtig sitzen heißt sich bewegen

Der Mensch ist ein von Natur aus auf Bewegung konzipiertes Lebewesen. Sitzen ist also eine unphysiologische Haltung, statische Sitzarbeit wird nur kurzzeitig beschwerdefrei ertragen. Entspannende Übungen am Arbeitsplatz wären ein Mittel zur Abhilfe, der empfohlene Wechsel zwischen sitzender und stehender Arbeit im Büro ein anderes. Schließlich sollen aus arbeitsmedizinischer Sicht Stühle eingesetzt werden, die "dynamisches Sitzen" erlauben, d.h. einen permanenten Wechsel von der vorderen (aufrechten) über die offene bis zur zurückgelehnten, entspannten Sitzhaltung.

Sitzen in wechselnden Arbeitshaltungen

Die übliche Definition von vorderer, mittlerer und hinterer Sitzhaltung gilt heute, unter der Prämisse einer vorwählbaren Sitzneigung, nur bedingt. Der Wechsel des Sitzwinkels (Öffnungswinkel Sitz/Lehne) macht eine eindeutige Zuordnung schwierig.


Vordere Sitzhaltung

47%

Die aufrechte (vordere) Sitzhaltung

Der Öffnungswinkel zwischen Sitz und Lehne bei dieser Sitzhaltung soll etwa 90 Grad betragen, auch bei negativer Sitzneigung. Damit ist gewährleistet, daß auch in dieser Sitzhaltung der Beckenkamm gestützt und die ideale S-Form der Wirbelsäule beibehalten wird. Die Bandscheiben werden nicht einseitig belastet.


Die offene (mittlere) Sitzhaltung

32%

Die offene (mittlere) Sitzhaltung

Der Öffnungswinkel beträgt etwa 95 Grad, wobei die Sitzneigung nicht negativ sein darf. Der optimale Bereich liegt bei 0 Grad bis +3 Grad Neigung nach hinten. Die Druckverteilung ist gleichmäßiger, die Belastung der Bandscheiben geringer als bei der vorderen Sitzhaltung. Die Rückenmuskulatur hat weniger Haltearbeit zu leisten, da das Gewicht des Oberkörpers zunehmend von der Rückenlehne aufgenommen wird.


Die hintere Sitzhaltung

19%

Die hintere Sitzhaltung

Die hintere Sitzhaltung schont die Bandscheiben am besten. Der Oberkörper ist entspannt und durch die Rückenlehne abgestützt. Die Muskelarbeit ist gering. Die hintere Sitzhaltung aktiviert schon bei leichter Neigung die Arbeit der Verdauungs- und Atmungsorgane. Zudem beschleunigt sie den Rückfluß des Blutes aus den Beinen.