Die Amputation einer Extremität ist ein erheblicher Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Menschen. Sein körperlicher und Seelischer Zustand beeinflußt alle Maßnahmen von der präoperativen Aufklärung bis hin zur Rehabilitation.
Diese differenzierte Aufgabenstellung wird am besten von einem interdisziplinären Rehabilitations-Team mit Ziel geleistet, eine weitgehende familiäre, soziale und berufliche Wiedereingliederung zu erreichen.
Der Arzt bestimmt auf Grund des Befundes die Amputationshöhe, die so weit distal wie möglich liegen soll. Je länger der Amputationsstumpf ist, desto größer ist sein Hebelarm und umso besser ist auch die muskuläre Führung des Stumpfes beim Gebrauch der Prothese.
Entscheidend ist, daß alle Maßnahmen für den Amputierten so früh wie möglich beginnen. Dazu gehören u.a. die richtige Lagerung und die Anleitung zur Stumpfwicklung, um Schwellungen des Stumpfes zu vermeiden, sowie die Pflege der Haut, um sie widerstandsfähig zu machen. Aufgabe der Krankengymnastik ist es, rechtzeitig für den Beginn von Bewegungsübungen und Muskeltraining zu sorgen, um Gelenkkontrakturen entgegenzuwirken. Die prothetische Frühversorgung hat positiven Einfluß auf die Stumpfnormalisierung und den Allgemeinzustand.
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